Zahnimplantate Implantate Heidelberg - Dr. med. dent. Uwe Richter - Implantologie Implantat Zahnimplantat, Telefon: 06221 - 41 00 43

Implantologie

Das Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln (= Implantate) ist ein einfacher Eingriff, der grundsätzlich schmerzfrei in seiner Durchführung und auch danach ist.

Zum Vergleich ist die Entfernung eines retinierten Weisheitszahnes postoperativ sicher unangenehmer und schmerzhafter.

Bei komplizierten Implantationen mit Knochenaufbau und dazugehörigem Weichgewebeaufbau können 3D Bildgebungsverfahren Anwendung finden. Herr Dr. Richter ist auf das komplette Spektrum des implantologischen Fachbereiches spezialisiert. Nachfolgend können Sie sich über die verschiedenen Teilbereiche informieren, die eingeteilt werden in die

  1. Allgemeine Implantologie
  2. Spezielle Implantologie
  3. 3D-Computerimplantologie

1. ALLGEMEINE IMPLANTOLOGIE (KÜNSTLICHE ZAHNWURZEL)

Definition:

Eigentlich denkbar einfach: Statt eines Zahnes wird eine künstliche Zahnwurzel aus Titan in den Kiefer eingesetzt. Ein Implantat ist also eine künstliche Zahnwurzel und hat Zylinder- oder Schraubenform.

 

Indikation: In welcher Situation macht eine Implantation Sinn?

Einzelzahnersatz:

es fehlt nur 1 Zahn und der Patient will keine Brücke, weil er das Abschleifen gesunder Nachbarzähne ablehnt.


Vermeidung von herausnehmbarer Prothese/Multizahnersatz:

es fehlen mehrere Zähne.

Mit Implantaten wird die Zahnreihe verlängert oder werden grössere Lücken geschlossen. Auf die Implantate werden mehrere Kronen oder Brücken aufzementiert. So kann herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden.


Stabilisierung/Verankerung einer lockeren Prothese:

Wenn aufgrund fortgeschrittener Kieferatrophie eine Prothese nicht mehr genügend Halt hat und konventionelle Methoden wie z.B. Unterfütterung versagt haben, werden 2-4 Implantate eingesetzt, um der Prothese wieder guten Halt zu geben.

Es ist keine neue Prothese notwendig. In die bestehende Prothese werden Halteelemente eingebaut, was zusammen mit der Implantation nach 3 Tagen fertig ist und dann eine sofortige Benutzung der Prothese zulässt.


Zeitpunkt:

Wann kann man implantieren und wie lange muss ein Implantat einheilen?

Sofortimplantat:

Sofort nach Verlust oder Entfernung eines Zahnes wird das Implantat eingesetzt.

Verzögertes Sofortimplantat:

4-6 Wochen nach Zahnentfernung wird implantiert.

Spätimplantat:

In der Regel bedeutet dies 3 Monate nach Zahnentfernung. Doch selbst nach Jahrelanger Zahnlosigkeit kann noch implantiert werden.

Einheilungsdauer:

Inzwischen versorgen wir ein Implantat sofort, d.h. noch in der Implantationssitzung, mit einer provisorischen Sofortkrone. Ausnahmen sind grössere Augmentationssituationen. Die endgültige Krone erhält der Patient nach ca.10 Wochen.

Wann kann man implantieren?

Voraussetzung für den Erfolg einer Implantation ist eine gute Mundhygiene.

Erkrankungen wie Diabetes, Dialyse, Bluthochdruck oder hohes Alter sind keine Einschränkungen für eine Implantation.

Es gab einmal bis vor einigen Jahren örtliche, an das Kieferknochenangebot gebundene Gegenanzeigen. Heute ist die Zahnmedizin in der Lage, selbst bei stark abgebautem Kieferknochen noch zu implantieren.

Dazu gibt es Rekonstruktionsmethoden wie die Sinus-lift OP, Bone Split und Bone Spread Techniken, Auflagerungsplastiken und das Bio Tissue Engineering, wo aus wenigen Körperzellen Mundschleimhaut und Kieferknochen gezüchtet werden kann.

Selbst bei Patienten mit schwerer Parodontitis kann man implantieren, wenn eine Parodontitisbehandlung durchgeführt, die bakterielle Mikroflora bestimmt und gegebenenfalls eine adjuvante Antibiose durchgeführt worden ist.

Es gibt allgemeine Gegenanzeigen: dazu gehören nur sehr schwere Allgemeinerkrankungen wie z.B. Hepatitis C, Aids, Leukämie, geistige Demenz.

Weitere Informationen nach internistischer Abklärung.

 

2. SPEZIELLE IMPLANTOLOGIE

Bei fortgeschrittenem Rückgang des Kieferknochens reichen die vorhandene Höhe oder Breite nicht mehr aus, um ein Implantat aufzunehmen und ausreichend zu befestigen.

In diesen Fällen muss je nach Atrophiegrad der fehlende Knochen durch unterschiedliche Techniken aufgebaut werden:

  • Knochentransplantation
  • Bone spread/ split (Knochendehnung)
  • Bio tissue engineering (Knochenzüchtung)
  • Sinuslift-OP (Anhebung der Kieferhöhle)
  • Kallusdistruktion

3. 3D-COMPUTERIMPLANTOLOGIE (hier Animationsfilm !!!)

Videodownload (.avi)

Allein im Jahre 2005 schätzt man die Zahl der in Deutschland eingesetzten künstlichen Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik auf über 500.000.

Dies ist dem medizinischen Fortschritt zu verdanken, durch den in den letzten Jahren auch ein Paradigmenwechsel eingeleitet worden ist: Früher wurden Implantate an Stellen platziert, an welchen genügend Knochen vorhanden war. Dies war häufig nicht die optimale Position für eine ästhetisch und funktionell richtige Zahnkrone.

Nachteilige Kosmetik oder vorzeitiger Implantatverlust waren damals keine seltene Folgeerscheinung. Heute inseriert man Implantate prothetikorientiert, das heißt in optimaler biomechanischer Position unter dem Zahn des Gegenkiefers.

Ein Spitzenergebnis ist dann zu erwarten, wenn der Implantologe prothetischer Zahnarzt und Operateur zugleich ist. Nur Spezialisten können diese Forderung erfüllen. Ein guter Implantologe muss also zwingend prothetische Erfahrung haben.

Gleichzeitig muss er in der Lage sein, Knochen umzuformen oder aufzubauen, damit einerseits die Statik stimmt, andererseits aber die Weichteile des Zahnfleisches natürlich ausgeformt werden.

Um perfekt Implantate zu planen – insbesondere bei geringem Knochenangebot – wird von implantologischen Spezialisten immer häufiger die dreidimensionale Computerplanung angewendet.

Dazu benötigt man einen 3D-Bildatensatz, der durch ein Computertomogramm oder ein digitales Volumentomogramm erzeugt wird. Am Computerbildschirm führt der Implantologe die Implantatplanung selbst so durch wie später bei seinem Patienten.

Durch diese simulierte Modell Computeroperation kennt er sich bereits vor dem wirklichen Eingriff in den anatomischen Gegebenheiten seines Patienten aus. Die virtuelle Implantatposition wird im PC durch Raumkoordinaten definiert und mit einen dreidimensionalen Transfertisch auf die Implantatschablone übertragen.

Diese gibt dann dem Implantologen bei dem Eingriff die Bohrrichtung Zehntelmillimeter genau an. Herr Dr. Richter hat mit wissenschaftlichen Untersuchungen und praktischen Detaillösungen die Entwicklung der Navigationsschablone seit Ende der 90er Jahre in Teamarbeit mit seinem Zahntechniker entscheidend beeinflusst und weiter perfektioniert.

Die 3D-Computerplanung bietet in Verbindung mit der Navigationsschablone bei vielen Indikationen erhebliche Vorteile:

Schlüssellochtechnik

Durch die Kenntnis der Knochenform im 3D-Format kann häufig auf das Skalpell verzichtet und die Implantate direkt durch die Schleimhaut hindurch eingesetzt werden, ohne einen Schnitt zu anzulegen. Entsprechen werden bei dieser minimalinvasiven Technik nach dem Schlüssellochprinzip postoperative Schwellungs-zustände und Schmerzen deutlich vermindert.

OP-Dauer

Durch Anwendung der Navigationsschablone wird die Zeit des Eingriffs entscheidend verkürzt. Der Zeitaufwand für eine komplexe Implantation wird oft auf die Hälfte der Zeit reduziert werden. Dies ist gerade bei Risikopatienten oder älteren Patienten erwünscht.

Sicherheit

Das Computertomogramm bildet 1:1 ab und besitzt Maß- und Winkeltreue. Alle Strukturen werden im Gegensatz zu zahnärztlichen Röntgenaufnahmen ohne Verzerrungen abgebildet. Mit einer Genauigkeit von unter 0.5 mm stellt es bezüglich des Sicherheitsmanagements das genaueste röntgenologische Verfahren zum Schutz vor z.B. Nervschädigungen dar.

Osteoporose

Im 3D-Datensatz lässt sich ganz einfach die sogenannte Knochendichte messen: ihr kommt eine große Bedeutung zu bei der Implantation bei Osteoporosepatienten. Kennt man die individuelle Knochenstruktur eines Patienten, kann sicherer und effizienter implantiert werden. Es gibt zu beachten, dass eine biophosphonate Medikation gilt derzeit als Kontraindikation.

Sofortversorgung

Schließlich spielt die Knochendichte eine entscheidende Rolle im Zusammenhang mit der Primärstabilität eines Implantates.

Je dichter der Knochen, umso früher kann ein Implantat belastet werden. So ergeben sich ganz neue Perspektiven für den Belastungszeitpunkt von Implantaten. Mussten früher Implantate 6 Monate im Oberkiefer (3 Monate im Unterkiefer) unbelastet einheilen, ist heute unter bestimmten Voraussetzungen eine Sofortbelastung direkt nach dem Einsetzen möglich.

So kann bei einer Gesamtkieferrekonstruktion mit 4-8 Implantaten nach dem Einsetzen ein kaufähiges Langzeitprovisorium eingegliedert werden. Das Provisorium schient die Implantate und der Patient hat sofort wieder feste Zähne.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass allmählich belastete Implantate schneller einheilen. Wird der Eingriff als Sofortimplantation durchgeführt, ergeben sich mehrere Vorteile:

Die Zeiten, in denen man Angst hatte, mit einer Zahnlücke herumzulaufen, gehören der Vergangenheit an, da im Anschluss an eine Zahnentfernung fast immer implantiert werden kann.

So bleibt der ursprüngliche Zahnfleischsaum erhalten und legt sich sofort an die Implantatkrone an. Das führt zu einem optimalen ästhetischen Ergebnis.

Last but not least:

Implantate sind nur dann perfekt, wenn niemand sie bemerkt und die Kronen auf ihnen aussehen wie echte Zähne.